Weihnachten im Wandel

W

Dieses Jahr ist alles anders. Keine 3 Meter von mir entfernt funkelt mich ein Weihnachtsbaum an. Zufrieden funkle ich zurück: ich habe einen Weihnachtsbaum! Nicht, dass ich nicht früher schon einmal einen besessen hätte, doch hier in diesen Wänden ist er der erste. Und er ist wunderschön! Mit ihm ist der Zauber der Weihnacht in mein Heim gezogen, schon vor einer Woche. Und nicht nur das. Er hat es tatsächlich geschafft, mich alten Weihnachtsmuffel milde zu stimmen. Empfängt mich allabendlich mit seinem wunderbaren Duft und diesem warmen Leuchten. Wie passend dazu stöbert der Schnee heute vor meinem Fenster durch die kalte Nacht und auf dem Balkon der schönen Villa nebenan schmückt Jana Ihren Weihnachtsbaum.

Morgen werde ich in die Kirche gehen, zum Krippenspiel. Ich werde leuchtende Kinderaugen sehen, wenn sie diese uralte Geschichte erzählen, in der ein kleiner Stall unter einem endlosen Sternenmeer zum Mittelpunkt der Welt wird. Ich werde die Heiligen Drei Könige auf ihrem Weg begleiten und am Licht von Bethlehem meine Kerze entzünden. Dann ist Weihnachten. Und mit ein bisschen Glück funkeln auch die Sterne am Himmel über Heringsdorf.

Für mich hat eine neue Zeit begonnen und bevor ich aufbreche, neue Welten zu entdecken, lege ich all meine Wünsche in den Zauber der Heiligen Nacht. Denn „Das ist das Wunder der Heiligen Nacht, dass in die Dunkelheit der Erde die helle Sonne scheint.“ (Friedrich von Bodelschwingh)

Ich wünsche Euch allen ein Frohes und Gesegnetes Weihnachtsfest und dass der Zauber dieser Tage auch in Euch leuchtende Augen entfacht.

Über die Autorin

Claudia C. Pautz

Ich lebe und arbeite auf Usedom. Aus meiner Feder stammen neben den hier veröffentlichten Beiträgen auch die Texte der beliebten Usedom-Bildbände "Ein Jahr auf Usedom" und "Ein Jahr auf Usedom - Erinnerungen". Derzeit arbeite ich an einem Buch über meine Lieblingsplätze auf der Insel.

2 Kommentare

Kategorien

Sturmzeitgeschichten folgen

Neue Beiträge direkt ins eMail-Postfach.