Strandgangerinnerung
Sturmzeitgeschichten

Warum Du die richtigen Menschen in Deinem Leben brauchst

Es heisst: Wir sind der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen. Wir tragen ähnliche Klamotten, denken ähnlich, sind ähnlich zufrieden, verdienen ähnlich viel Geld. Man versteht sich, teilt die selben Sorgen und hat oft auch die selben Wünsche. Bis man irgendwann merkt, dass es da noch mehr geben muss, dass die eingetretenen Pfade zunehmend langweilig werden, die immer selben Klagen nicht mehr zu hören sind und die Unzufriedenheit in einem schreit: DAS KANN DOCH NOCH NICHT ALLES GEWESEN SEIN! IST DAS WIRKLICH MEIN LEBEN?

Ich konnte meiner inneren Stimme irgendwann nichts mehr entgegensetzen, gab ihr nach und begann zu träumen. Ich erträumte mir das Leben, das ich gern führen wollte. Ich malte es mir in den buntesten Farben aus. Doch ich rannte nicht einfach los und stürzte mich ins Abenteuer. Dazu bin ich zu sehr Steinbock. Kopflosigkeit und Spontanität zählen nicht zu meinen Stärken. Aber auf wundersame Weise richtete sich vieles in meinem Leben neu aus.

Ich habe mich damals oft gefragt, warum es mir manchmal so schwerfiel, meinen eigenen Träumen und Wünschen zu folgen. Warum ich immer wieder vom Weg abkam, oft zweifelte und durchhing. Und dann wurde mir klar, dass ich einen Teil meiner Zeit mit Menschen verbrachte, die meine Träume nicht teilten. Die mich klein hielten, weil sie mein Andersdenken nicht verstehen konnten. Weil sie meinen Drang nach einem selbstbestimmten Leben nicht nachvollziehen konnten und ihnen die Sicherheit der gesellschaftlichen Normen genügte. Sie raubten mir Energie.

Irgendwann verstand ich, dass ich meinen Traum nur verwirklichen konnte, wenn ich mich mit Menschen umgebe, die ähnlich ticken wie ich. Die mich inspirieren, mich motivieren und mit ihren Erfahrungen erste Steine aus meinem Weg räumen. Ich brauchte Menschen, die auf dem selben Weg waren wie ich, die mich verstanden und die gleiche Sehnsucht in sich trugen. Nach und nach fand ich diese Menschen. Einige ganz in meiner Nähe, andere 1000e Kilometer weit entfernt.

Heute lebe ich ein selbstbestimmtes, freies Leben. Und nachdem ich mir diesen Traum erfüllt hatte, stiegt ein weiterer in mir auf. Ich bin wieder auf der Reise und gleichsam auf der Suche nach Menschen, die die gleiche Richtung eingeschlagen haben wie ich. Es macht mir viel Freude, diese Menschen zu entdecken, neue Verbindungen zu knüpfen und mich auszutauschen. Sie geben mir die Energie, die ich brauche, um meinen neuen Weg zu gehen. Ich bin im Flow.

Heute weiss ich: ich bin nicht besonders gut darin, meine eigenen Bedürfnisse zurückzustellen. Nicht mehr. Ich war es einmal und bin dadurch in einer fast ausweglosen Situation gelandet. Das hat mich dünnhäutig gemacht und ebenso sensibel für alle Regungen in mir. Es tat lange weh, wenn mich jemand als Sensibelchen bezeichnete. Heute bin ich stolz darauf. Denn nur mit dieser Sensibilität kann ich sein, was ich bin.

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Comments (5)

  • Sensibel zu sein, ist nicht nur eine Eigenschaft oder ein Charakterzug, sondern vielmehr eine Gabe. Ohne Sensibilität kann man viele Momente nicht „richtig“ erleben. Man könnte auch sagen mit mit haut und Haaren fühlen. Ich bin der Meinung, dass im Grunde jeder mensch sensibel ist. Nur wenige lassen es zu und fühlen Dinge nicht so wie sensible Menschen. Das ist meine Meinung. Ich bin sensibel und steh dazu. Fühl dich gedrückt :*

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  • Liebe Claudia, ich kehre nach 12 Jahren an anderen Orten im In- und Ausland nun auch wieder auf die Insel zurück in ein paar Wochen. Und seit Anbeginn meiner Entscheidung gibt es immer wieder ganz freudige Momente, an denen ich es kaum erwarten kann und mich so sehr auf das Meer in all seinen Facetten und seiner unendlichen Weite freue, auf meine Familie, meinen Freund.
    Und dann gibt es immer wieder Momente, an denen ich an diesem Weg zweifle, weil ich Angst davor habe, in der Engstirnigkeit und Eingefahrenheit mit meinen Erfahrungen nicht auf Resonanz zu stoßen, keine Gleichgesinnten zu finden, mit denen der Austausch neu anregt, inspiriert, bereichert.
    Mit Deinem Vlog hast Du mir in den vergangenen Tagen schon ein bisschen dieser Angst genommen und mir bewusst gemacht, dass es doch eigentlich überall diese „Gleichgesinnten“ gibt…man muss nur ein bisschen suchen und finden. 🙂 Danke für diese Motivation!! 🙂 Mach weiter so!!

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    • Oh Susi, wie schön! Diese Insel ist so toll und ja, manchmal ist sie auch engstirnig und eingefahren. Aber vielleicht ist genau das unsere Aufgabe, dass wir neues Denken auf das Eiland bringen. Dass Menschen sich begegnen, mit den Erfahrungen, die sie anderswo gemacht haben und mit den Visionen und Träumen von ihrem Leben am Meer.

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  • Ja, da hast Du recht!! Und ich glaube, alles geschieht aus einem bestimmten Grund! Alles hat seinen Zweck, seinen Sinn! Und hat uns daher auch wieder auf die Insel geführt letztendlich. 🙂 Danke für Deine unerschütterliche Begeisterung, die ansteckend wirkt! 🙂

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