TagOstsee

Von alten Männern, kleinen Mädchen und Bernstein

Manchmal laufe ich am Morgen schlaftrunken über die Düne, stelle die Schuhe unter den Zeitungsständer an Golz’ens Strandkorbverleih und blicke skeptisch übers Meer. Wolken. Schon wieder. Dieser Sommer macht es uns nicht leicht. Dann gehe ich hinunter ans Ufer, strecke den großen Zeh ins Meer und bin etwas versöhnt. Wenigstens das Wasser ist warm. Ich laufe ein Stück in Richtung Heringsdorf...

Auf den Brettern, die mir die Welt bedeuten

Heute war wieder einer dieser Morgende, an denen ich nur zu sehr spüre, welch unverschämtes Glück es ist, hier zu leben. Ich war zum Frühstück mit einem lieben Menschen auf der Seebrücke in Ahlbeck verabredet. Der Tag war noch grau und der Strand menschenleer. Statt der Möwen tummelten sich Tauben auf dem Seesteg.

Von Leben und Lebendigkeit

Manchmal, wenn ich am Morgen über die Düne gehe, laufe ich in eine verlassene Welt. Der  Sandstreifen schlängelt sich bis an die Füsse der Seebrücke von Heringsdorf, nur unterbrochen vom Kanal, der gleich dort hinten in die Ostsee mündet, und zwei eisernen Wachtürmen, die in der Ferne den Blick hinaus auf die See richten. Die Sonne hat es noch nicht über den Horizont geschafft und

Das ist der Weg

Es ist still heute. Nicht einmal das Meer rauscht. Der Weg entlang der schönen Bädervillen legt sich menschenleer in meinen Morgen. Ich mag die Stille und den Duft dieser Tage zwischen der grünen Erinnerung der Sommers und der Schwere rostbraunen Herbstlaubes. Der Möwenweg raschelt unter meinen Füssen und die ersten Sonnenstrahlen glitzern im Bunt der stattlichen Buchen. Auf der Promenade kreuzt...

Pommerscher Morgen oder von Menschen im Gegenwind

Der Herbst hält Einzug auf der schönen Ostseeinsel. Und ein bisschen bin ich froh darüber. Kann ich doch jetzt endlich ohne schlechtem Gewissen einfach mal auf der Couch liegen und meine Nase in ein gutes Buch stecken. Nach den letzten beiden Sommern, wenn man diese als solche zu bezeichnen wagt, hatte ich in den letzten Monaten immer das unterschwellige Gefühl, den Tag ausgiebig im Freien...

Wir sind wie das Meer

Wir sind wie das Meer, an dem wir Spaziergehen. Wo wir Schritt für Schritt unsere Spuren in den weichen Sand treten. Sichtbar nur für Menschen, die uns nahe sind und vergänglich wie alles in der Zeit. Und neben uns stürmt die endlose Weite. Keinen Gedanken festzuhalten zerrt sie uns in diesen Moment. Vereint gestern und morgen im puren Sein. Wohltuend beruhigende Kraft der Natur. Wir sind wie das...

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