Tag / Nacht

Der andere Morgen
Sturmzeitgeschichten

Der andere Morgen

Das Rattern des Fahrwerks trieb den Zug immer tiefer in die Nacht. Die Lichter der Stadt verschwanden langsam in der Ferne und überließen das eiserne Gefährt der Dunkelheit. Nur manchmal noch sprangen Lichtpunkte von hinten in meinen Blick und verglühten wieder. Ich mochte in Zügen nie rückwärts fahren. Früher, als ich das Leben noch in jeder Sekunde kontrollieren wollte und

Nachtgestein ©Claudia Pautz 2013
Sturmzeitgeschichten

In seinen starken Armen

Die Welt verschiebt sich im Blick dieser Nacht. Gerade noch war alles voller Leichtigkeit. Voll wohlgewählter Worte und Bewegungen im Takt der Musik. Schwungvoll beseelt sucht der Körper jetzt nach Ruhe. Nach Hause. Es wird Zeit. Noch ein kurzes Gespräch. Eine gute Nacht. Und der Weg zum Auto…

Sternennacht am Meer
Sturmzeitgeschichten

Es war in einer warmen Augustnacht…

…als ich langsam über die Düne lief. Dem Sternenmeer entgegen und den Lichtern am Horizont, die tief schlafend im Nichts zu schweben schienen. Kein Lüftchen regte sich, nur das stetige Rauschen der Wellen gab dieser Nacht eine Himmelsrichtung. Ich legte mich in den Sand und fühlte den vergangenen Sommertag warm durch meine Hände rieseln. Es war als passte nichts ineinander, weil

Winterliches Kaiserbad bei Nacht © claudia pautz
Sturmzeitgeschichten

Mitternachtssturmzeit

Es ist Mitternacht in den Strassen von Heringsdorf. Ich fahre vorbei an den schönen Villen, die sich oft zu dieser Jahreszeit im Dunkel der Nacht verlieren. Unbewohnt. Es ist eine jener Nächte, in denen es nicht dunkel wird, weil die Welt in Schnee gehüllt ist und das strahlende Weiß der Nacht neue Farben schenkt. Das Meer rauscht laut und fröhliche Flocken tänzeln im Schein der Laternen. Nur hier und da fällt warmes Gelb durch ein Fenster und es scheint als wäre nie eine
Winternacht schöner gewesen. Kalt und klar.

Und auf dem Weg streift mein Blick auch über

Herbstliche Pracht © claudia pautz
Sturmzeitgeschichten

Des Herbsts Nachtmalerei

Der Herbst ist fast vorbei. Die alten Buchen haben ihr prächtiges Laub verloren und der Nebel legt seinen kalten Atem in so manche Morgenstunde. Nur selten noch klettert die Sonne fröhlich über den Horizont und spiegelt sich wie tausend Diamanten in den frostigen Dächern der schönen Bädervillen.
Das Meer liegt friedlich, als hätte es in diesem Jahr die Herbststürme nur geträumt. Und dort wo sonst der Horizont Meer und Himmel

Nächtliche Sturmzeit © claudia pautz 2011
Sturmzeitgeschichten

Nächtliches Natur-Schauspiel

Die Promenade schläft beruhigend einsam ihren ersten Frühlingsschlaf. Beschützt von leuchtenden Laternen, deren Lichtkegel den dahinschlängelnden Weg wie Tapsen durchziehen. „Es ist Frühling“ sagt der Wind, hat seine raue Seite abgelegt und streichelt nun mit weicher Hand mein Gesicht. Aufatmen. Und wie das Pflaster unter meinem Rädern rennt, kommt mir wieder eine Sturmzeit in den Sinn:

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